Im Atelier

von Nathan Ceas

 

Sie wollte nie gestört werden, wenn sie in ihrem Atelier arbeitete. Die Bildhauerin und Malerin Miriam Lichtenberg brauchte die Ruhe und Einsamkeit, wenn sie ihre Gedanken und Ideen in die Tat  umsetzen wollte. Es war ein wunderschöner ruhiger und sonniger Sommer-morgen. Die Sonnenstrahlen drangen gebrochen durch die Blätter der blühenden Obstbäume. Die Bienen hatten schon mit ihrer Arbeit begonnen, man hörte das Summen in den Bäumen. Johannisbeeren hatten bereits kleine Früchte angesetzt und die Erdbeeren im Frühbeet leuchteten zum Teil verschmitzt und leicht rot unter den Blättern hervor. Und zur Vollendung dieses traumhaften Morgens sangen Amseln und Spottdrosseln, Rotkelchen und Buchfinken. Nachdem sich Miriam Lichtenberg  geduscht hatte, einen weißen Arbeitskittel übergestreift und sich einen Earl Grey aufgegossen hatte, ging sie mit dem Becher voller Tee ins Atelier. Morgens hatte sie die kreativsten Ideen und Vorstellungen. Heute Morgen wollte sie alles auf eine große Leinwand malen, was so in ihrem Kopf herumgeisterte, um es sichtbar und konkreter zu machen. Richtig konzentrieren konnte sie sich nicht...

 

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